Nicht verpassen Kamel Apple hat sich als sicherer Hafen in Sachen Datenschutz positioniert, während andere Unternehmen Nutzerdaten ausbeuten, indem sie diese an Werbetreibende verkaufen oder mit aufdringlicher Werbung bombardieren. Im Gegenzug zahlten die Nutzer bisher hohe Preise für Apple-Geräte. Doch dieses Gleichgewicht scheint sich in diesem Jahr aufzulösen, da Apples Werbebesessenheit sich verstärkt hat und von einer begrenzten Präsenz zu einem ständigen Element geworden ist, das die Nutzererfahrung subtil durchdringt. Das wirft die Frage auf: Stehen wir noch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des iPhone-Herstellers oder sind wir zu einem Produkt geworden, das er auf jede erdenkliche Weise auszubeuten versucht?

Peg-End-Strategie

Apples Werbestrategie setzt nicht auf plötzliche, spektakuläre Ankündigungen oder radikale Änderungen; stattdessen expandiert das Unternehmen schrittweise. Vor etwa zehn Jahren begann alles mit einer einzigen Werbefläche ganz oben in den Suchergebnissen des App Stores. Später kamen Anzeigen in der News-App, der Aktien-App und sogar in Maps hinzu. Nun plant Apple, noch mehr Werbung im App Store zu schalten.
Diese Strategie wird als „Stiftende“ oder (Das dünne Ende des KeilsDies ist eine Metapher für etwas Kleines, das sich später zu einer großen und unerwünschten Veränderung ausweitet. Die Gefahr dieser Strategie liegt darin, dass Apple die Geduld seiner Nutzer auf die Probe stellt. Stiehlt der Widerstand, geht das Unternehmen einen Schritt weiter. Dieser Ansatz schreitet langsam, aber stetig voran und ersetzt ein anspruchsvolles Nutzererlebnis durch eine Umgebung, die an Webseiten mit aufdringlicher Werbung erinnert – ein krasser Gegensatz zu der Einfachheit, die Apple seinen Nutzern verspricht.
Gift im Honig

Der Versuch, Werbung in Suchergebnisse einzufügen, ist, als würde man Honig vergiften. Wenn ein Nutzer nach einer bestimmten App sucht, erwartet er, diese ganz oben in der Liste zu finden. Apples aktuelle Richtlinie priorisiert jedoch diejenigen, die am meisten zahlen, selbst wenn die beworbene App nicht den Wünschen des Nutzers entspricht oder schlichtweg eine billige Kopie ist. Dies führt nicht nur Nutzer in die Irre, sondern benachteiligt auch kleine, innovative Entwickler mit brillanten Ideen, denen die massiven Marketingbudgets fehlen, um mit den großen Playern zu konkurrieren. So verwandelt sich der App Store von einer Plattform für Talent und Kreativität in eine Arena für diejenigen mit dem meisten Geld.
Ist Datenschutz nur ein Slogan?

Apples finanzielle Motive sind leicht nachzuvollziehen: Um eine Marktkapitalisierung von 4 Billionen Dollar zu erreichen, ist die ständige Suche nach neuen Einnahmequellen unerlässlich. Doch dieses schnelle Geld geht auf Kosten des wertvollsten Guts des Unternehmens: dem Vertrauen der Kunden. Würde Apple nun dieselben Taktiken anwenden … Google Und da auch andere Unternehmen auf Werbung setzen, was hält Nutzer davon ab, Geld zu sparen und sich für ein günstigeres Android-Smartphone zu entscheiden? Apples Wettbewerbsvorteil lag schon immer in seinem „Premium-Erlebnis“, und sobald dieses Erlebnis durch aufdringliche Werbung beeinträchtigt wird, verliert das iPhone seinen Status als „Elite“-Gerät und wird zu einem von vielen Smartphones, wie die Konkurrenz.
Wenn Apple diesen Weg weitergeht und in Zukunft noch mehr Werbung schaltet, riskiert das Unternehmen, sein wichtigstes Kapital und Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz zu untergraben: die Behandlung seiner Nutzer als Kunden und nicht als Ware oder Produkt. Allein dieses Merkmal hat ausgereicht, um das iPhone zur ersten Wahl von Millionen Menschen weltweit zu machen. Vielleicht kommt Apple dieses Mal damit durch, aber das kann nicht immer so sein.
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