Wenn der Heilige Koran in App-Stores zur Ware wird

In der schnelllebigen Welt der App-Entwicklung und angesichts der Leidenschaft der Indie-Entwickler für schnellen Reichtum herrschte das Prinzip vor: „Finde eine Nische, löse ein Problem und verdiene Geld.“ Obwohl dieses Prinzip ein Motor für Innovationen sein kann, entstand ein beunruhigender Trend, als diese rein kommerzielle Denkweise auf die heiligsten Texte angewendet wurde.

Von PhoneIslam: Ein Screenshot, der einen Tweet über den unerwarteten Erfolg der App zeigt, hebt die Statistiken von "Women's Bible" hervor - 60 Downloads und 20 US-Dollar Umsatz - mit einem Schwerpunkt darauf, wie die Quran-Merchandise-Shops ebenfalls florieren, mit der Möglichkeit, zu stornieren oder anzunehmen.


Der Erfolg bestimmter religiöser Apps, die sich an spezifische Zielgruppen im Westen richten, wie beispielsweise „Bibel für Frauen“ (die Berichten zufolge monatlich Zehntausende Dollar Umsatz generiert), hat bei vielen das Interesse geweckt. Dieses lukrative Modell hat Entwickler angezogen – viele von ihnen sind Nichtmuslime und haben wenig Interesse an Religion –, die nun beginnen, sich dem Koran zuzuwenden und zu versuchen, das Wort Gottes in kommerziellen Formaten wie „Koran für Frauen“ zu verpacken.

Von PhoneIslam: Ein Tweet von Luna deutet darauf hin, dass Ramadan in 35 Tagen beginnt und erwähnt ein neues Projekt, wobei ein weiterer Tweet von Simon Canc über den Erfolg der App im App Store zitiert wird.


Dies ist nicht nur ein Softwarefehler; es handelt sich um eine digitale Verzerrung der wahren Religion.

Mechanismen des „Handels“ mit Religion

Das Problem beginnt mit der Leichtigkeit, mit der man in diesen Bereich einsteigen kann. Ein Entwickler muss weder Gelehrter noch Muslim sein, um eine Koran-App zu veröffentlichen.

Das Phänomen der „Neuverpackung“Entwickler verwenden Open-Source-Code für kostenlose Koran-Apps (zum Beispiel von GitHub) und ändern lediglich das Design und die Farben (zum Beispiel eine rosa Farbe für die App „Koran für Frauen“), bevor sie sie in den App Store hochladen.

Mangelnde PrüfungDie Datenbanken mit Versen und Übersetzungen werden blind kopiert. Enthält die Originalquelle Fehler (fehlende diakritische Zeichen oder Übersetzungsfehler), werden diese Fehler an Tausende von Nutzern weitergegeben.

Täuschung durch MerkmaleWie wir in Instagram-Anzeigen sehen, versprechen diese Apps falsche Funktionen wie „KI-gestützte Interpretation“ oder „KI-gestützte Koranrezitationskorrektur“, aber nach dem Herunterladen findet der Benutzer eine leere App vor, deren einziger Zweck darin besteht, Werbung anzuzeigen oder ihn zu einem kostenpflichtigen Abonnement zu verleiten.

Von PhoneIslam: Eine Hand, die ein Smartphone hält, zeigt arabischen Text von Instagram auf einem weißen Bildschirm an, während auf der rechten Seite Instagram-Benutzeroberflächensymbole erscheinen.

Ein Entwickler täuscht die Nutzer mit Funktionen, die in seiner App nicht verfügbar sind.


Die Werbefalle: Laster und Tugend

Das Beunruhigendste an diesen kommerziellen Apps ist ihr Gewinnmodell. Um den Umsatz zu maximieren, nutzen die Entwickler aggressive Werbenetzwerke.

unpassender KontextEs ist nicht ungewöhnlich, dass ein Nutzer Verse über Reinheit und Keuschheit liest und dann von einer Vollbild-Videowerbung für eine Dating-App, ein Glücksspiel oder eine wucherische Kreditplattform unterbrochen wird.

Gleichgültigkeit der EntwicklerDa viele dieser Entwickler nicht muslimisch sind, fehlt ihnen das religiöse Feingefühl, bestimmte Werbekategorien zu blockieren. Für sie bedeutet „Ansehen“ gleichbedeutend mit „Geld“, unabhängig davon, ob die Werbung die Werte angreift, die der Nutzer gerade liest.


Das versteckte Opfer: der neue Muslim

Ein arabischer Muslim ist aufgrund seiner Erziehung möglicherweise in der Lage, diese Tricks zu durchschauen und die Anwendung sofort zu löschen. Die eigentliche Katastrophe liegt jedoch bei den „neuen Muslimen“.Stellen Sie sich jemanden in Europa oder Amerika vor, der vor Kurzem zum Islam konvertiert ist und wissbegierig ist.

Doktrinäre StreuungWenn jemand eine Anwendung mit dem Titel „Koran für Frauen“ herunterlädt, in der Annahme, dass es sich um eine speziell für Frauen bestimmte Offenbarung handelt, greift dies den Kern des Konzepts der Universalität der Botschaft Mohammeds an.

Erschütterndes VertrauenWenn er auf fehlerhafte arabische Texte oder unanständige Werbung im Koran stößt, erlebt er kognitive Dissonanz. Er fragt sich vielleicht: „Ist das im Islam erlaubt?“ oder „Ist dieser Text wirklich bewahrt worden?“

VerzerrungNicht autorisierte Übersetzungen können die Bedeutung der Verse völlig verändern und zu einem verzerrten Verständnis der Glaubensgrundlagen führen.


Die Lösung: Die Notwendigkeit einer „digitalen Regulierungsbehörde“

Der „Melden“-Button in den App-Stores reicht nicht mehr aus. Unternehmen wie Apple und Google sind Technologiekonzerne, keine Hüter des Glaubens. Wir brauchen organisiertes Handeln.

Erstens: Einrichtung einer digitalen Akkreditierungsstelle

So wie es ein „Halal“-Siegel für Lebensmittel gibt, sollte es auch ein „digitales Halal“ geben. Große Institutionen wie Al-Azhar oder der König-Fahd-Komplex sollten eine Abteilung dafür einrichten. "Technische Überwachung".

Digitales SiegelEin offizielles, verschlüsseltes Abzeichen, das nur an Bewerbungen vergeben wird, die einer strengen Software- und Rechtsprüfung unterzogen wurden.

Rechtlicher und gesellschaftlicher Druck

Die islamischen Rechtsbehörden sollten Apple und Google auffordern:

  • Vermeidung einer „technischen Trivialisierung heiliger Bücher“ (z. B. durch die Vermeidung von Titeln wie „Koran für Frauen“ oder „Koran für Reiche“ und dergleichen).
  • Für die Qualität der Anzeigen in der Kategorie „Religion“ wurde eine strenge Kontrolle eingeführt.

Der Heilige Koran ist kein „Produkt“, das der Suchmaschinenoptimierung (SEO) unterliegt, und auch keine Ware für schnellen Profit. Er ist das Wort des Herrn der Welten. Ihn der Gier von Entwicklern auszuliefern, die ihn lediglich als Quelle passiven Einkommens sehen, ist ein kollektives Versagen unsererseits.

Eine Botschaft an alle MuslimeWir hoffen, dass Sie eine führende Rolle dabei übernehmen, die Aufsichtsbehörden für die Notwendigkeit zu sensibilisieren, rechtliche Instrumente einzusetzen, um jeden abzuschrecken, der es wagt, Religion durch Apps zu beleidigen. Große Technologieunternehmen müssen sich bewusst sein, dass die Missachtung der Heiligkeit der Religion schwerwiegende rechtliche Konsequenzen hat. China bietet hierfür ein Beispiel: Das Land hat seine Souveränität gegenüber Unternehmen wie Apple und Google durchgesetzt und die Veröffentlichung jeglicher schriftlicher Inhalte ohne staatliche Genehmigung verboten (eine Koran-App darf beispielsweise nicht ohne Genehmigung der zuständigen Behörden im chinesischen App Store angeboten werden). Islamische Länder haben es umso mehr verdient, diese Souveränität geltend zu machen, um Gottes Religion zu verteidigen und ihre digitalen Grenzen zu schützen.

Bitte teilen Sie diesen Artikel, damit Gott ihn für islamische Regierungen zum Handeln veranlasst oder damit wir eine Kampagne starten, um Druck auf Technologieunternehmen auszuüben und die Verbreitung des Phänomens der digitalen Verzerrung der Religion zu verhindern.

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