Wir stehen offenbar am Beginn einer neuen Ära und eines Wendepunkts in der Geschichte der Smartphone-Kameras. Die Entwicklung beschränkt sich nicht länger auf die Erhöhung der Megapixelzahl oder stützt sich fast ausschließlich auf Softwareverarbeitung und künstliche Intelligenz; sie hat sich zum Kern der Linsen selbst verlagert. Jüngsten Berichten zufolge plant Apple mit dem iPhone 18 Pro einen bedeutenden Fortschritt dank variabler Blende – ein Schritt, der die Konkurrenz, insbesondere Samsung, in Bedrängnis bringt, da sie nun versuchen, den Rückstand aufzuholen.

Apple erfindet die Linsen im iPhone 18 Pro neu.
Der bekannte Leaker Digital Chat Station enthüllte über die chinesische Plattform Weibo, dass Apple derzeit an zwei großen Kamera-Upgrades arbeitet: einer Hauptkamera mit variabler Blende und einem Telezoom-Objektiv mit großer Blendenöffnung.
Diese Leaks werden durch frühere Prognosen des renommierten Analysten Ming-Chi Kuo gestützt, der Ende 2024 darauf hinwies, dass Apple diese Technologie ausschließlich in seine Pro-Modelle integrieren wolle. Koreanische Berichte vom Oktober 2025 bestätigten dies und gaben an, dass Apple bereits intensive Gespräche mit Zulieferern aufgenommen habe, um die notwendigen Präzisionsbauteile für diese Technologie zu sichern.
Samsung beobachtet die Situation und bereitet eine Reaktion vor.

Einem kürzlich von Hartley Charlton unter Berufung auf die koreanische Website ET News veröffentlichten Bericht zufolge hat Samsung hingegen bereits damit begonnen, seine Partner anzuweisen, Prototypen von Wechselobjektiven zu entwickeln.
Interessant ist, dass Samsung zuvor ein Vorreiter auf diesem Gebiet war und diese Technologie in seinen Galaxy S9- und Galaxy S10-Handys in den Jahren 2018 und 2019 eingeführt hatte, sie aber später aufgrund der hohen Kosten und der damit verbundenen Dicke des Telefons wieder aufgab.

Angesichts der durchgesickerten Informationen über Apples Pläne und dessen Hinwendung zu dieser Technologie sieht Samsung die Rückkehr dazu als „dringende Notwendigkeit“, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei bevorzugt man es, Softwarelösungen durch echte mechanische Lösungen zu ersetzen und strebt danach, Kosten und Größe zu reduzieren, um die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden.
Was wird sich an Ihrem Fotografieerlebnis ändern?

Die aktuellen iPhone-Kameras, vom iPhone 14 Pro bis zum iPhone 17 Pro, verwenden eine feste Blende. Das bedeutet, dass sie immer eine bestimmte Lichtmenge durchlassen. Die auf den Sensor treffende Lichtmenge und die daraus resultierende Schärfentiefe (Unschärfe) werden von der Software des Telefons gesteuert.
Die „variable Blende“ ahmt die Funktionsweise des menschlichen Auges oder professioneller DSLR-Kameras nach, bei denen die Blende mechanisch verkleinert oder erweitert werden kann:
◉ Bei schwachem Licht: Die Objektivöffnung wird maximal erweitert, um möglichst viel Licht durchzulassen. So entstehen scharfe Bilder und beeindruckende Details, ohne dass eine aufwendige digitale Nachbearbeitung erforderlich ist.
◉ Bei hellem Licht: Die Linse wird mechanisch verengt, um Überbelichtung zu vermeiden und feinere Details zu gewährleisten.
◉ Echte Hintergrundisolierung: Diese Technologie ermöglicht eine echte „Tiefenschärfe“, wodurch der Hintergrund verschwommen erscheint oder der sogenannte natürliche „Bokeh“-Effekt entsteht, der durch die Lichtbrechung durch die Linsen und nicht durch künstliche Intelligenz entsteht, die manchmal Fehler bei der Erkennung von Haaren oder Kanten machen kann.
Technische Herausforderung und Lieferanten

Diese Entwicklungen zeigen, dass die Tech-Giganten erkannt haben, dass reine Softwareverarbeitung für kinoreife Bildqualität nicht ausreicht. Apple und Samsung arbeiten daran, die mechanischen Komponenten zu miniaturisieren, um ein zu dickes Smartphone zu gewährleisten. Unternehmen wie Largan Precision und Sunny Optical rücken als potenzielle Anbieter dieser komplexen Technologie in den Fokus. Der Wettbewerb wird sich künftig nicht mehr auf die Megapixelzahl beschränken, sondern darauf abzielen, wer das intelligenteste optische System bietet, das die Leistung von Kinokameras emulieren kann.
Wenn alles nach Plan läuft, könnte das iPhone 18 Pro das Gerät sein, mit dem wir auf Reisen komplett auf das Mitführen schwerer Kameras verzichten können.
Quellen:



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