In der Tech-Welt wird derzeit heftig über den starken Anstieg der Speicherchip-Preise diskutiert, und die grundlegende Frage, die alle beschäftigt, lautet: Wie wird sich dies auf die Preise des kommenden iPhones und der übrigen Apple-Produkte auswirken?

Für diejenigen, die mit den Details der Krise nicht vertraut sind: Die Preise für DRAM- und NAND-Speicherchips sind aufgrund der enormen Nachfrage von Unternehmen, die KI-Server herstellen, kontinuierlich gestiegen. Berichten zufolge hat Nvidia infolge dieses Preisanstiegs Apple als größten Kunden des globalen Chipherstellers TSMC überholt – trotz Rekordverkäufen des iPhones im letzten Quartal.

Die Nachfrage nach Speicherchips für KI-Server hat ein Niveau erreicht, das selbst große Hersteller wie TSMC, Samsung und SK Hynix trotz voller Produktionskapazitäten nicht mehr decken können. Dieses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage rechtfertigt Preiserhöhungen. Das taiwanesische Marktforschungsunternehmen TrendForce schätzt, dass die Preise für herkömmliche DRAM-Speicher um 90 bis 95 Prozent und die Preise für NAND-Speicher im Vergleich zum Vorquartal um 55 bis 60 Prozent steigen könnten.
Obwohl Apple als einer der weltweit größten Elektronikhersteller einen enormen Einfluss ausübt, ist das Unternehmen nicht völlig immun gegen diese Marktschwankungen.
In der vergangenen Woche räumte Apple-Chef Tim Cook in einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen ein, dass die steigenden Chippreise die Bruttogewinnmarge des Unternehmens in diesem Quartal „etwas stärker belasten“ würden. Apple rechnet jedoch weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 13 bis 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Cook erklärte, Apple werde gegebenenfalls verschiedene Optionen prüfen, um den Preisanstiegen zu begegnen, ohne jedoch konkrete Pläne zu nennen.

Trotz der sich rasch entwickelnden Lage erscheint es derzeit aus mehreren Gründen unwahrscheinlich, dass Apple die iPhone-Preise direkt erhöhen wird:
Starke Gewinnmargen: Apple geht davon aus, dass seine Gesamtgewinnmarge weiterhin stark zwischen 48 % und 49 % liegen wird, was bedeutet, dass das Unternehmen derzeit einen Teil der Kosten selbst tragen kann.
Der Druck auf die Zulieferer steigt, da die taiwanesische Zeitung DigiTimes berichtete, dass einige Zulieferer erwarten, dass Apple seine Forderungen nach Kostensenkungen in Zukunft verstärken wird, entweder gegenüber den Chip-Lieferanten selbst oder indem er bessere Verträge mit anderen Komponentenlieferanten aushandelt, um die Differenz auszugleichen.
Historisch gesehen zeichnet sich Apples Preispolitik durch ihre extreme Sensibilität gegenüber der Weitergabe direkter Preiserhöhungen an den Kunden aus; stattdessen verlässt sich das Unternehmen auf sein überlegenes Lieferkettenmanagement.
In diesem Zusammenhang erklärte der renommierte Lieferkettenanalyst Ming-Chi Kuo kürzlich, dass Apples aktueller Plan für die iPhone 18 Pro-Modelle darin bestehe, „Preiserhöhungen so weit wie möglich zu vermeiden“. Er prognostizierte, dass Apple zumindest einen stabilen „Startpreis“ beibehalten werde, was darauf hindeutet, dass die kommenden Modelle nicht mehr kosten werden als die aktuellen iPhone 17 Pro-Modelle.
Kuo sprach jedoch ausdrücklich vom „Startpreis“ und ließ damit die Möglichkeit offen, dass Apple die Preise für Speichererweiterungen erhöhen wird, die im Vergleich zu den tatsächlichen Herstellungskosten bereits teuer sind.
Es wird darauf hingewiesen, dass die steigende Nachfrage nach HBM (High-Band Wideband Memory), das in KI-Grafikprozessoren verwendet wird, einen großen Teil der Produktionslinien, die für Speicher in Konsumgeräten vorgesehen waren, erschöpft hat. Dies hat zu einer globalen Verknappungskrise geführt, die Unternehmen dazu veranlasst hat, ihre Lagerbestände zum doppelten Preis zu sichern, um die kontinuierliche Produktion zu gewährleisten.
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