Gestern stellte Apple das iPhone 17e und das iPad Air vor, und heute präsentierte das Unternehmen seine neuesten MacBook Pro-Modelle in 14 und 16 Zoll, ausgestattet mit den brandneuen M5 Pro- und M5 Max-Prozessoren. Apple hat diesmal nicht nur die Anzahl der Kerne erhöht, sondern auch eine neue Architektur namens „Fusion Architecture“ eingeführt. Diese Technologie verbindet zwei 3-Nanometer-Chips der dritten Generation zu einem einzigen, leistungsstarken Kern.

Architektonische Revolution: Wenn zwei Scheiben in einem Körper zusammentreffen
Erstmals in der Geschichte von Apple Silicon wird vom traditionellen Ein-Chip-Design abgewichen und stattdessen die Fusion-Architektur eingesetzt. Diese fortschrittliche Technologie integriert CPU, GPU, Neural Engine und sogar Speichercontroller in einen einzigen, massiven Chip und ermöglicht so beispiellose Effizienz und Geschwindigkeit. Es handelt sich schlichtweg um eine intelligente Architektur, die einen nahezu störungsfreien Datenfluss zwischen den Komponenten gewährleistet.

Das wirklich Bemerkenswerte ist die reine Leistung: Beide Prozessoren verfügen über 18 CPU-Kerne – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgängermodell M4. Apple führte den neuen Begriff „Super Cores“ ein. Dabei sind sechs dieser Kerne für anspruchsvolle Aufgaben sowie zwölf Effizienzkerne im Prozessor integriert. Das Ergebnis? Eine um 30 % höhere Leistung bei Multithreading-Aufgaben im Vergleich zum M4 und eine erstaunliche 2.5-mal höhere Leistung im Vergleich zu den Prozessoren M1 Pro und M1 Max, die bis vor Kurzem als technologische Meisterleistungen galten.
Künstliche Intelligenz und Grafik: Das Zeitalter der neuronalen Beschleuniger
Grafikbegeisterte und KI-Experten werden staunen. Der M5 Pro Prozessor verfügt über 20 Grafikkerne, der M5 Max sogar über 40. Die eigentliche Sensation ist jedoch der in jeden Grafikkern integrierte Neural Accelerator, der den Geräten die vierfache KI-Rechenleistung der M4-Generation verleiht.

Diese Entwicklung bedeutet, dass komplexe Aufgaben wie Raytracing nun 35 % schneller ablaufen, während die allgemeine Grafikleistung um 50 % verbessert wurde. Apple konzentriert sich nicht mehr nur auf Software; das Unternehmen möchte es professionellen Anwendern ermöglichen, große Sprachmodelle (LLMs) lokal auf dem Gerät mit unglaublicher Geschwindigkeit auszuführen – etwas, das bisher dedizierte Server erforderte.
Schnellerer Speicher und Datenspeicher, der niemals aufhört
Apple hat auch Speicher und Datenspeicher nicht vernachlässigt: Der M5 Pro unterstützt jetzt bis zu 64 GB Arbeitsspeicher mit einer Bandbreite von bis zu 307 GB/s. Der leistungsstarke M5 Max bietet weiterhin maximal 128 GB, steigert die Bandbreite aber auf beeindruckende 614 GB/s. Diese Werte sind nicht nur Statistiken; sie bedeuten absolut flüssiges Arbeiten beim Öffnen hunderter Dateien oder beim Abspielen von 8K-Videos – ohne jegliche Verzögerung.
Die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten der Speichereinheiten haben sich auf 14.5 GB/s verdoppelt. Noch besser ist die Erhöhung der Basiskapazitäten: Die M5 Pro-Modelle starten nun mit 1 TB, die M5 Max-Modelle mit 2 TB – damit gehört das Problem des begrenzten Speicherplatzes bei Einsteigermodellen der Vergangenheit an.
Zukunftssichere Konnektivität und ein langlebiger Akku
Die neuen Geräte sind mit einem N1-Funkchip ausgestattet und unterstützen Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 – ein bedeutender Fortschritt, der auch in Umgebungen mit vielen Nutzern eine stabile und schnelle Verbindung gewährleistet. Die Thunderbolt-5-Anschlüsse wurden ebenfalls verbessert: Jeder Anschluss verfügt nun über einen eigenen Controller auf dem Chip, sodass alle drei Anschlüsse gleichzeitig und störungsfrei mit voller Leistung arbeiten können.
Trotz dieser enormen Leistung hat Apple bei der Akkulaufzeit keine Kompromisse gemacht: Das 16-Zoll-Modell hält bis zu 24 Stunden durch. Und falls der Akku doch einmal schwach wird, lässt er sich mit einem 96-Watt-Ladegerät oder höher in nur 30 Minuten auf 50 % aufladen. Apple hat außerdem eine neue Sicherheitsfunktion namens „Memory Integrity Enforcement“ (MIE) hinzugefügt, die den Speicher kontinuierlich schützt – eine Funktion, die laut Unternehmen branchenweit einzigartig ist.
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