Willkommen im Zeitalter von „Mac für jedermann“! Apple hat uns überrascht. Markteinführung des MacBook Neo Damit ist es der günstigste Laptop in der Firmengeschichte – mit einem Preisunterschied von bis zu 500 Dollar zum Air. Doch wie Sie wissen, verschenkt Apple nichts; diese enorme Ersparnis hat ihren Preis und wird Sie vielleicht zum Nachdenken anregen. Ist das neue Gerät nur ein iPhone mit großem Bildschirm und Tastatur oder das Schnäppchen, auf das wir gewartet haben? Schauen wir uns das genauer an und finden wir heraus, wo die 500 Dollar geblieben sind.

Design und Bildschirm: Die Größe ist gleich, aber die Essenz ist eine andere.

Auf den ersten Blick könnten die beiden Geräte für Zwillinge gehalten werden, da sie das gleiche Gewicht (1.23 kg) und das gleiche schlanke Design aufweisen. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass das MacBook Neo aufgrund seines kleineren 13-Zoll-Bildschirms etwas kleiner ist, während das MacBook Air mit einem 13.6-Zoll-Bildschirm und deutlich schmaleren Rändern punktet und dadurch moderner wirkt.

Beide Displays sind Liquid Retina-Displays mit 500 Nits Helligkeit, doch das MacBook Air punktet mit True Tone-Technologie und einem größeren P3-Farbraum, was zu einem lebendigeren und präziseren Seherlebnis führt. Wer einen größeren Bildschirm bevorzugt, hat mit dem Air, das als 15-Zoll-Modell erhältlich ist, die einzige Wahl, während das Neo auf sein kompaktes Format beschränkt ist.
Prozessor und Leistung: iPhone im Mac-Gehäuse!

Hier liegt die größte Überraschung: Das MacBook Neo ist Apples erster Computer mit einem iPhone-Prozessor, genauer gesagt dem A18 Pro Chip. Dessen Leistung in Smartphones ist zwar unbestreitbar, doch sie verblasst im Vergleich zur Performance des M5-Prozessors im MacBook Air. Der M5 ist bei Single-Core-Aufgaben 20 % schneller und bei Multi-Core-Aufgaben sogar unglaubliche 80 % schneller und bietet darüber hinaus einen deutlichen Vorteil bei der Grafikverarbeitung.

Darüber hinaus erreicht die Speicherbandbreite des Air 153 GB/s, verglichen mit nur 60 GB/s beim Neo. Das bedeutet, dass das Air anspruchsvolles Multitasking problemlos bewältigt, während das Neo bei komplexen Programmier- oder Designaufgaben an seine Grenzen stoßen könnte.
Tastatur und Touchscreen: Kehren wir in die Vergangenheit zurück?
Um diesen niedrigen Preis zu erzielen, hat Apple bei den Eingabegeräten drastische Abstriche gemacht. Das MacBook Neo kommt mit einer Magic Keyboard ohne Hintergrundbeleuchtung! Richtig gelesen: Zum Tippen im Dunkeln benötigen Sie also Raumlicht. Außerdem ist das Trackpad mechanisch und nicht haptisch, was bei langjährigen Apple-Nutzern vielleicht etwas Nostalgie auslöst.

Selbst die Touch-ID-Funktion, die wir für selbstverständlich hielten, ist beim Basismodell des Neo nicht verfügbar; für die 512-GB-Version mit Fingerabdruckerkennung muss man 100 US-Dollar extra bezahlen. Im Gegensatz dazu bietet das MacBook Air ein umfassendes Erlebnis mit beleuchteter Tastatur, Fingerabdruckerkennung und einem Force-Touch-Trackpad, das den Druck Ihrer Berührung erkennt.
Anschlüsse und Akku: Ein Kampf der Geschwindigkeiten

In puncto Anschlüsse bietet das Neo lediglich einen USB-3-Anschluss mit 10 Gigabit/s und einen veralteten USB-2-Anschluss sowie Unterstützung für ein externes 4K-Display. Das Air hingegen verfügt über zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse mit 40 Gigabit/s, unterstützt zwei externe Displays und besitzt einen MagSafe-3-Anschluss für magnetisches Laden, der Ihr Gerät vor dem Herunterfallen schützt, falls jemand über das Kabel stolpert.
Auch der Akku spricht für das Air: Er bietet zwei Stunden mehr Nutzungsdauer und ermöglicht Schnellladen – ein Feature, das dem Neo fehlt. Das preisgünstige Gerät wird lediglich mit einem 20-Watt-Ladegerät geliefert, während das Air Ladegeräte mit bis zu 70 Watt unterstützt und so in Rekordzeit aufgeladen werden kann.
Quelle:



10 Bewertungen