In der Tech-Welt sieht man selten, dass sich Giganten hinter den Kulissen die Hände reichen, es sei denn, es steht etwas Großes bevor. Heute gaben Amazon und Globalstar eine endgültige Fusionsvereinbarung bekannt, wonach Amazon den bekannten Satellitenbetreiber übernehmen wird. Und falls Sie sich fragen, was mit Apple passiert, das für die Konnektivität seiner Geräte vollständig auf Globalstar angewiesen ist: Keine Sorge! Apple und Amazon haben die Angelegenheit mit einer separaten Vereinbarung geregelt, die sicherstellt, dass iPhone und Apple Watch weiterhin die Spitzenposition im Bereich der Satellitenkonnektivität einnehmen.

Eine neue Partnerschaft unter dem Dach von „Amazon Leo“
Amazon hat das Unternehmen nicht nur übernommen, sondern auch eine separate Vereinbarung mit Apple geschlossen, um sein Satellitennetzwerk „LEO“ für aktuelle und zukünftige Apple-Funktionen zu nutzen. Dadurch erreichen Funktionen wie Notruf SOS, Satellitennachrichten, die „Wo ist?“-App und der Pannendienst dank Amazons umfangreicher Infrastruktur ein neues Maß an Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit.

Greg Joswiak, Apples Senior Vice President für weltweites Marketing, zeigte sich optimistisch zu dem Schritt und erklärte, Apple und Amazon blicken auf eine lange Geschichte erfolgreicher Zusammenarbeit zurück. Er betonte, dass diese Partnerschaft mit Amazon Leo sicherstelle, dass Apple-Nutzer auch in Gebieten ohne herkömmliche Mobilfunkabdeckung verbunden bleiben. Dies spiegele Apples Philosophie wider, der Nutzersicherheit höchste Priorität einzuräumen, selbst wenn dies Allianzen mit Wettbewerbern erfordere.
Die Zukunft der Konnektivität: Was plant Apple?
Bei dem Deal ging es nicht nur um die Sicherung bestehender Funktionen, sondern auch darum, den Weg für langfristige Innovationen zu ebnen. Amazon bestätigte, die aktuellen iPhone- und Apple-Watch-Modelle weiterhin zu unterstützen und sogar mit Apple an der Entwicklung zukünftiger Dienste zusammenzuarbeiten, die im erweiterten „Leo“-Netzwerk laufen. Apples Ambitionen scheinen sich also nicht auf einfache Hilfsgesuche zu beschränken.

Berichten zufolge arbeitet Apple an einem Paket revolutionärer Funktionen, die radikale Modernisierungen der Satelliteninfrastruktur erfordern, darunter:
- Apple Maps vollständig via Satellit aktivieren.
- Die Möglichkeit, Bilder in der Messaging-App per Satellit zu versenden.
- Verbesserung der Kommunikation in Innenräumen.
- Bereitstellung von Satellitendiensten über Netze der fünften Generation (5G).
- Einführung einer Anwendungsprogrammierschnittstelle (API) für Entwickler, um Drittanwendungen die Nutzung von Satellitenverbindungen zu ermöglichen.
Überwindung regulatorischer Hürden
Die Übernahme wird voraussichtlich 2027 abgeschlossen sein, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Interessanterweise war Apples 20-prozentige Beteiligung an Global Star ein Knackpunkt in Amazons Verhandlungen, doch gemeinsame Interessen im Wettbewerb mit Unternehmen wie SpaceX und dessen Starlink-Dienst scheinen den Deal letztendlich unausweichlich gemacht zu haben.

Mit diesem Deal stellt Apple sicher, dass seine Nutzer nicht benachteiligt werden, während Amazon seine Position als starker Konkurrent auf dem Markt für Satellitenkommunikation stärkt. Letztendlich profitiert der Nutzer am meisten von einem globalen Netz, das den Begriff „kein Empfang“ der Vergangenheit angehören lässt.
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