Apples ambitionierte Pläne im Bereich des „Spatial Computing“ scheinen gescheitert zu sein. Nach dem anfänglichen Hype und den Versprechen, die Interaktion mit Technologie zu revolutionieren, deuten schockierende Berichte darauf hin, dass Apple sein Vision Pro-Projekt faktisch aufgegeben hat. Nach der Veröffentlichung einer aktualisierten Version mit dem M5-Prozessor im Jahr 2025 konnte das Unternehmen nicht die gewünschte Resonanz bei einer Zielgruppe erzielen, die nicht bereit war, exorbitante Preise für ein zu schweres Gerät zu zahlen.
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M5-Update: Eine Gnadenkugel statt einer Rettungsleine
Im Oktober 2025 unternahm Apple den Versuch, die Brille mit dem leistungsstarken M5-Prozessor und einem komfortableren Kopfband zur besseren Gewichtsverteilung aufzuwerten. Dieser Versuch scheiterte jedoch vollständig. Obwohl der neue Prozessor eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz, eine um 10 % höhere Pixelanzahl und eine leicht verbesserte Akkulaufzeit von 30 Minuten ermöglichte, blieb die Öffentlichkeit unbeeindruckt.

Das Problem lag nie in der Rechenleistung, sondern vielmehr in der fatalen Kombination aus einem hohen Preis ab 3,499 US-Dollar und einem unhandlichen Gewicht von über 600 Gramm. Selbst mit dem neuen Dualband-Design blieb das Tragen der Brille über längere Zeiträume eine körperliche Belastung für die Nutzer, was sie zwar zu einem beeindruckenden technischen Gerät für Präsentationen machte, aber im Alltag schwer zu handhaben.
Die Zahlen lügen nicht: enttäuschende Umsätze und Rekord-Retourenquoten.
Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, bestätigen, dass Apple seit der Markteinführung lediglich 600 Einheiten der Vision Pro absetzen konnte – eine magere Zahl angesichts der Ambitionen eines Unternehmens von Apples Größe. Noch besorgniserregender sind die durchgesickerten Rückgabequoten: Die Vision Pro verzeichnet die höchste Rückgabequote aller aktuellen Apple-Produkte und verdeutlicht damit eine erhebliche Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Nutzer und der tatsächlichen Leistung der Brille.

Aufgrund dieser verheerenden Ergebnisse traf Apple die strategische Entscheidung, die Entwicklung neuer Generationen der Pro-Reihe einzustellen. Stattdessen wurden die Teammitglieder anderen, wichtigeren Projekten zugeteilt. Interessanterweise wechselte ein Großteil dieser Ingenieure zur Entwicklung von Siri, was erklärt, warum Mike Rockwell, der ehemalige Projektleiter von Vision Pro, Anfang 2025 die Leitung des Siri-Teams übernahm.
Die Zukunft: Adieu schwere Helme, hallo smarte Brillen.
Es gab Hoffnungen auf eine leichtere und günstigere „Vision Air“-Version, doch auch dieses Projekt wurde offenbar letztes Jahr auf Eis gelegt. Apple erkannte, dass die Technologie, die die Vision Pro so beeindruckend macht, enorm viel Strom verbraucht und eine Größe erfordert, die sich nicht in einem dünnen, leichten Brillenrahmen realisieren lässt. Derzeit plant das Unternehmen keine Veröffentlichung eines neuen Modells und verkauft das bestehende Modell mit dem M5-Prozessor weiterhin an alle Interessenten.

Statt weiterhin komplexe Virtual-Reality-Erlebnisse zu entwickeln, konzentriert sich Apple nun auf „intelligente Brillen“ mit integrierter künstlicher Intelligenz. Die Idee ist, Brillen ähnlich der Ray-Ban Meta anzubieten, die sich in der ersten Phase auf Sprachassistenten und KI konzentrieren und ohne integrierten Bildschirm auskommen. Dadurch sollen gleichzeitig Probleme wie Gewicht, Akkulaufzeit und Preis gelöst werden.
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